Reisebericht Kappadokien

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UNESCO Weltkultur- und Naturerbe

Zur frühen Stunde trafen wir uns am Kieler Opernhaus. Da die Deutsche Lufthansa die Tage streikte, waren wir froh, dass wir mit einer anderen Airline flogen. Wir erreichten nach einer ruhigen Busfahrt den Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel. Der Flughafen war leer. In Antalya erwartete uns der Reiseleiter Levent Gülmez. Levent und der Busfahrer Kadir begleiteten uns während der gesamten Reise. Unser „Levent“ informierte uns ruhig und in einer heiteren Art über Land, Geografie, Völkerstämme, Kultur und Politik.

02.04. - 09.04.2014

Reisebericht

Zur frühen Stunde trafen wir uns am Kieler Opernhaus. Da die Deutsche Lufthansa die Tage streikte, waren wir froh, dass wir mit einer anderen Airline flogen. Wir erreichten nach einer ruhigen Busfahrt den Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel. Der Flughafen war leer. In Antalya erwartete uns der Reiseleiter Levent Gülmez. Levent und der Busfahrer Kadir begleiteten uns während der gesamten Reise. Unser „Levent“ informierte uns ruhig und in einer heiteren Art über Land, Geografie, Völkerstämme, Kultur und Politik.

Am nächsten Tag fuhren wir von Antalya nach Kappadokien und mussten über das Taurusgebirge.

In 1825 m ü. NN sahen wir schneebedeckte Berge. Anschließend fuhren wir über die Hochebene von Anatolien. Während dieser Fahrt lernten wir einige wichtige Vokabeln (z. B. gunaydin- Guten Morgen).

Melonen und Erdbeeren wurden zu unserer Reisezeit geerntet. Viele Weinsorten werden hier angebaut (ÖKÜZGÖZÜ (Stierauge) Weinsorte in Kappadokien). Der nächste Halt war Konya, dort besuchten wir die Grabmoschee von Mevlana, dem Gründer des Mevlana-Ordens. Dort sahen wir zum ersten Mal tanzende Derwische.

Am Freitag besuchten wir das Freilichtmuseum Göreme mit den vielen Felsenkirchen und bewunderten die gut erhaltenen Wandmalereien.

Kappadokien wurde durch die Vulkane Erciyes Dagi und Hasan Dagi geschaffen. Es regnete abwechselnd Asche und Lava. Die Natur hat das weichere Gestein durch Wasser und Wind herausgewaschen. Während der Christenverfolgung hat sich die Bevölkerung hierhin zurückgezogen und unterirdische Städte und Kirchen gebaut. Bis heute sind noch nicht alle entdeckt. Wenn man in das Tal der Liebenden schaute oder das Kameltal von einer anderen Seite sah, war es jedes Mal ein faszinierender Anblick.

Am Abend wurden wir in eine Höhle geführt und sahen dort die tanzenden Derwische, die in Kappadokien ein hohes Ansehen genießen.

Am Samstag hieß es für diejenigen früh aufstehen, die sich für die Ballonfahrt entschieden hatten. Wir wurden zum Startplatz gefahren und erlebten wie ca. 100 Ballons sich in die Lüfte erhoben. Die Ballons fuhren zwischen 5 und 500 Meter hoch über die Täler, manchmal waren die Mondlandschaften zum Greifen nah. Es war eine unbeschreibliche, faszinierende, atemberaubende, phantastische Fahrt mit wahnsinnigen Eindrücken und Fotomotiven noch und noch. Dazu kam noch eine Punktlandung auf dem Transportwagen.

Während unserer tollen Reise wanderten wir durch traumhafte Täler.

Unser „Levent“ hat uns zur Mittagszeit jeden Tag eine neue Gaststätte gezeigt. Mal in einem Restaurant, mal auf einem Balkon oder in einer Raststätte. Diesmal wanderten wir in dem Bergdorf Soganli und dort wurden wir an einer Tafel im Apfelgarten bewirtet. Die Handgefertigten Puppen konnten für 2 Euro im Dorf gekauft werden.

Am Nachmittag besichtigten wir eine unterirdische Stadt in der die Christen einst Zuflucht fanden.

Während der Reise besuchten wir auch noch eine Teppichknüpferei, was zu jeder Türkeireise dazugehört. Wir wurden genau über die Herstellung informiert und es wurden Verkaufsgespräche geführt.

Zum Ende der Reise ging es zurück über die Seidenstraße nach Antalya. Dabei machten wir Halt in der größten Karawanserei in Kleinasien, die im 13. Jahrhundert gegründet wurde.

Unseren letzten Tag genossen wir an der Türkischen Rivera. Nach der Präsentation der Leder- und Schmuckherstellung und Einkaufsmöglichkeit erreichten wir die große Ausgrabungsstätte Perge, die eine sehr wichtige Rolle bei den Missionsreisen des Apostel Paulus gespielt hat.

Zur Mittagszeit aßen in einem urigen Hinterhof in Antalya und bummelten im Anschluss  gemütlich durch Antalya.

Nach einem sehr frühen Frühstück im Hotel sind wir gut wieder in Hamburg gelandet und mit dem Bus sicher in Kiel angekommen. Bereits mittags verabschiedeten wir uns vor dem Kieler Opernhaus. Eine tolle Reise mit vielen Eindrücken, phantastischen Landschaften und einer interessierten Reisegruppe endete viel zu schnell./

 

Hans-Jürgen Hennes