Reisebericht Russische Metropolen

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Fremd und geheimnisvoll

Welche Stadt ist wohl eindrucksvoller, Moskau oder St. Petersburg? Die Antwort wird den meisten Teilnehmern der KN- & SZ-Leserreise sicher gar nicht so leicht fallen, da diese beiden Metropolen gegensätzlicher nicht sein könnten.
Dabei war es sehr unterschiedlich, was für die einzelnen Gäste als Höhepunkt besonders in Erinnerung blieb.

06.09. - 12.09.2013

Reisebericht

Zu Besuch in den Russischen Metropolen

Welche Stadt ist wohl eindrucksvoller, Moskau oder St. Petersburg? Die Antwort wird den meisten Teilnehmern der KN- & SZ-Leserreise sicher gar nicht so leicht fallen, da diese beiden Metropolen gegensätzlicher nicht sein könnten.
Dabei war es sehr unterschiedlich, was für die einzelnen Gäste als Höhepunkt besonders in Erinnerung blieb. Für viele war es  Moskau, das mit ungefähr 12 Mio. Einwohnern nicht nur die Hauptstadt der Russ. Föderation ist, sondern auch die größte Stadt Europas. Einen Eindruck von dieser prunkvollen Stadt erhielten die Gäste schon am ersten Abend bei der romantischen Lichterfahrt. Am nächsten Tag wurde die Christ-Erlöser-Kathedrale besucht und der Kreml mit seinen vielen historischen Gebäuden. Außerdem sahen wir die berühmte Lomonossow-Universität, aber auch das elegante Kaufhaus GUM und einige der prunkvollen unterirdischen Paläste der Metro mit ihren 177 Stationen. Die sogenannten 7 Schwestern, grandiose Gebäude im russischen Zuckerbäckerstil, überragten weithin sichtbar das Stadtbild. Und immer wieder die golden, blau, grün oder rot verzierten Kuppeln der insgesamt 600 Kirchen, die der Stadt im 16. Jh. auch den Beinamen „das dritte Rom“ einbrachten. Ein Ausflug nach Sergijew Possad (Sagorsk) führte uns zum Kloster des Heiligen Sergios, das auch für die Einheimischen ein wichtiger Wallfahrtsort ist und wo viele russische Pilgergruppen an den Messen teilnahmen. Danach erwartete die Gäste die vierstündige Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug SAPSAN nach St. Petersburg.
Die im östlichen Teil der finnischen Meeresbucht gelegene alte Zarenstadt mit ihren mehr als 5 Mio. Einwohnern und der barock-klassizistischen Altstadt zählt zu Recht zum Weltkulturerbe der UNESCO. Erbaut wurde die Stadt durch Peter den Großen als Fenster Richtung Europa nach westlichem Vorbild. Die prachtvollen Paläste sind eine gelungene Mischung aus europäischer und russischer Architektur. Die vielen Brücken über die Newa und die Kanäle bieten eine einzigartige Kulisse und gaben der Stadt den Beinamen „Venedig des Nordens“. Besonders beeindruckend waren für uns die Isaaks-Kathedrale, die Eremitage und der Winterpalast, die Auferstehungs-Kathedrale, aber auch die Prachtstraße des Newskij Prospekts oder die Rostrasäulen, die früher als Leuchttürme dienten. In der Kathedrale der Peter und Paul Festung, wo die Zarenfamilien ihre letzte Ruhestätte fanden, konnten wir auch die Gräber der Familie Romanow sehen. Weitere Höhepunkte der Reise waren die Fahrt zum Katharinenpalast mit dem legendären Bernsteinzimmer, dessen Original als 8. Weltwunder galt und der Besuch des Peterhofes, der für seine vielen Kaskaden und Wasserspiele in den gepflegten Parkanlagen bekannt ist. Den krönenden Abschluss dieser gelungenen Reise bildete ein russisches Abendessen im rustikalen Restaurant Podvorje in der Stadt Pawlowsk. Unter den Gästen dieses Restaurants sind viele prominente Persönlichkeiten zu finden, so hat hier z.B. Putin seinen Geburtstag gefeiert.

Ingrid Reips