Reisebericht Musiksommer in Verona

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Erleben Sie Romantik und Musik

Musiksommer in Verona
12. Juni - 16. Juni 2013

Wohl jeder Opernliebhaber hat irgendwann schon einmal eine Aufführung von Verdis AIDA gehört. Aber nicht jeder kommt in den Genuss – wie die 30 Teilnehmer der KN- & SZ-Leserreise – die diesjährige Premiere in der weltberühmten Arena di Verona erleben zu dürfen. Und das sogar im Jahr des Doppeljubiläums, dem 200. Geburtstag Giuseppe Verdis und den Feierlichkeiten anlässlich 100 Jahre Opernfestspiele in Verona. Das gut erhaltene römische Amphitheater wurde im Jahre 30 n. Chr. errichtet und ist heute das drittgrößte seiner Art. Das Oval bietet ungefähr 22.000 Zuschauern Platz, die sich berauschen lassen konnten von der magischen Atmosphäre, der eindrucksvollen Akustik, den gewaltigen Massenszenen mit Unmengen von Statisten und den spektakulären Bühnenbildern. Eine besondere Stimmung erzeugten die unzähligen Kerzen, die beim Betreten der Arena an die Besucher ausgeteilt wurden um sie bei Einbruch der Dunkelheit zu entzünden.
Ein Teil der Gäste gönnte sich am nächsten Abend noch die Premierenaufführung von Verdis NABUCCO, die vielleicht sogar noch gewaltiger, noch grandioser und unvergesslicher als AIDA am Vorabend war, nicht zuletzt wegen des Gänsehaut erzeugenden Gefangenchores, der uns gleich zweimal dargeboten wurde.
Aber nicht nur an die Opernfreunde wurde bei dieser Reise gedacht. Bei einem Tagesausflug in die Lagunenstadt Venedig, mit Spaziergängen durch die engen Gassen, entlang der Kanäle und über einige der unzähligen Brücken lernten wir diese romantische Stadt näher kennen. Natürlich gehörten der Markusplatz, der Dogenpalast und die Rialtobrücke zu unseren Stationen. Aber es blieb auch noch genügend Freizeit für eigene Unternehmungen. Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Fahrt in den Wassertaxen über den Guidecca-Kanal, bis es dann per Zug (etwas abenteuerlich) zurückging in den Kurort Abano Terme, wo wir uns im Hotel Terme Savoia am Pool oder in der schönen Gartenanlage von einem langen Tag mit vielen unvergesslichen Eindrücken erholen konnten.
Ein Ausflug durch die Euganeische Hügellandschaft südwestlich von Padua, mit den vielen Olivenbäumen, Obstplantagen und Weinbergen, den sanften Hügeln und grünen Bergkuppen, wurde gekrönt durch einen traditionellen Imbiss auf der Terrasse des Weingutes San Nazario, wo wir natürlich auch einige der köstlichen Weinsorten genießen durften.
Die Fahrt nach Vicenza, dem Heimatort Andrea Palladios, der die abendländische Architektur im 16. Jahrhundert nachhaltig beeinflusst hat, war absolut lohnenswert. Besonders eindrucksvoll war der Besuch des Teatro Olimpico, und wir konnten Goethes Worten nur zustimmen, dass es „unaussprechlich schön“ ist. 1994 wurde Vicenza als „die Stadt des Palladio“ in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Dass keine unserer Unternehmungen durch das Wetter beeinträchtigt wurde wird sicher auch dazu beitragen, dass diese Reise bei den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ingrid Reips

12.06. - 16.06.2013

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