Reisebericht MS OCEAN MAJESTY

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Südnorwegen

Klein aber fein – so könnte man die MS Ocean Majesty bezeichnen, welche für eine Woche schwimmendes zu Hause war für die 30 Teilnehmer der Kieler-Nachrichten-Leserreise nach Südnorwegen. Nicht Masse sondern Klasse war auf diesem Schiff mit seinen etwa 400 Passagieren die Devise. In seiner Größe überschaubar wirkte es vom ersten Moment an mit seinem hellen, freundlichen Ambiente sympathisch und man fühlte sich sofort wohl.
Gebaut wurde das Schiff ursprünglich 1965 als Fähre und dient seit 1995 als Kreuzfahrtschiff. Natürlich wurde es zwischenzeitlich aufwändig umgebaut und renoviert, so dass es – wie es einer der Mitreisenden treffend formulierte – heute wie eine ältere Lady wirkt, die liebevoll geliftet wurde, sich dabei aber ihren ursprünglichen Charme bewahrt hat.
Zum Wohlbefinden der Gäste trug auch das gesamte Personal bei, welches einen erstklassigen, aufmerksamen Service bot und natürlich darf das abwechslungsreiche kulinarische Angebot nicht unerwähnt bleiben.
Zu einer unvergesslichen Kreuzfahrt gehört aber auch eine interessante Route und auch in diesem Punkt kam jeder auf seine Kosten.
Majestätischen Berge, durchzogen von tiefen Tälern mit Gletscherseen, Blumenwiesen und kleinen Ansiedlungen mit bunten Häusern boten eine eindrucksvolle Kulisse.
Bei den Fahrten durch die verschiedenen Fjorde – am eindrucksvollsten natürlich der berühmte Geiranger-Fjord – zeigte sich, dass ein kleineres Kreuzfahrtschiff durchaus seine Vorteile hat.
In den verschiedenen Häfen oder bei den Landausflügen war mit Sicherheit auch für jeden Geschmack etwas dabei, wie z.B. die Fahrt mit der Flåm-Bahn, einer der „steilsten Züge“ der Welt, der sich durch 20 Tunnel und ebenso viele Kurven schlängelt und herrliche Panoramablicke bietet.
Eine weitere Attraktion war die Busfahrt von Geiranger zum Aussichtspunkt Flydalsjuvet, der eine atemberaubende Aussicht über den Geiranger-Fjord ermöglichte und wohl eines der berühmtesten Fotomotive der Welt ist. Eindrucksvoll war auch der meterhohe Schnee, der uns hier auf der Höhe erwartete.

Molde, die Stadt der Rosen, überraschte mit einer ungewöhnlich üppigen Vegetation. Das Geheimnis liegt nicht nur im milden Einfluss des Golfstroms sondern vor allem in den vor Nord- und Seewind schützenden Bergketten.
Für viele Gäste war wohl der Aufenthalt in Bergen einer der Höhepunkte der Reise. Die zweitgrößte Stadt Norwegens wirkt trotz ihrer 220 000 Einwohner auf den ersten Blick wie ein charmantes malerisches Fischerdorf. Die Quais sind mit spitzgiebeligen mittelalterlichen farbenfrohen Kaufmannshäusern gesäumt und an den grünen Hügeln stehen kleine schmucke Holzhäuser und Villen.
Bergen machte sich nicht nur einen Namen als Hansestadt sondern wurde im Jahr 2000 auch von der UNESCO zu einer der Kulturhauptstädte Europas ernannt. In diesem Zusammenhang ist man natürlich besonders stolz auf Troldhaugen (Trollhügel), das Holzhaus des Komponisten Edvard Grieg, welches im Rahmen eines Ausflugs auch besucht werden konnte.
Nach den vielen unvergesslichen Eindrücken war es angenehm, dass diese eindrucksvolle Reise zur Erholung noch einen Seetag bot, bevor wir nach Kiel zurückkehrten, wo wir beim Einlaufen die Aktivitäten des ersten Tages der Kieler Woche hautnah erleben konnten.

Ingrid Reips

13.06. - 20.06.2015

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