Reisebericht Marokko

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Königsstädte und Strasse der Kasbahs

Marokko zählt zu den faszinierendsten Reisezielen der Erde. Der Duft von Gewürzen, farbenprächtige Kleidung, orientalische Musik und ein Gewirr fremder Stimmen: Marokko spricht alle Sinne an. Es verwöhnt Sie mit quirligen Märkten, malerischen Lehmdörfern, satten Oasen und sagenumwobenen Königsstädten, umgeben von schönen Bergwelten.

11.03. - 18.03.2015

Reisebericht

Was für ein faszinierendes Land! Ausgangspunkt der Rundreise für die Teilnehmer der KN-Leserreise war Casablanca mit der gewaltigen Moschee Hassan II, deren Minarett mit 210 Metern Höhe das höchste der Welt ist.
Weiter ging die Fahrt entlang der Atlantikküste in die ehemalige Königsstadt Rabat, die heutige Hauptstadt Marokkos. Hier sahen wir den  Königspalast mit seiner ausgedehnten Parkanlage und besuchten das prächtige Mausoleum von Mohammed V., bevor wir weiterfuhren in die nächste Königsstadt, nach Meknes, wo wir das schönste und mächtigste Tor Marokkos bewundern konnten, das Bab Mansour, welches mit herrlichen Keramiken verziert ist.
Am nächsten Tag hatten wir Gelegenheit Fes, die älteste der historischen Königsstädte zu erkunden.
Bei einem ausgedehnten Bummel durch die engen und verwinkelten Gassen der Altstadt, mit den Gewürzhändlern, Kupferschmieden, Gerbern und Färbereien, fühlte man sich wie in eine andere Welt versetzt. Fez wird gerne als Perle des Orients bezeichnet, da es sich um die arabischste aller marokkanischen Städte handelt.
Bei unserem Stadtrundgang sahen wir auch die zweitgrößte Moschee des Landes, die Karaounie Moschee, das Grabmal des Moulay Idriss und die Medersa Bou Anania.
Nach den vielen Eindrücken und dem Trubel der quirligen Städte bot die Fahrt durch das Atlasgebirge mit den schneebedeckten Bergketten und den ausgedehnten Zedernwäldern, sowie dem Tal des Ziz, mit seinen beeindruckenden Oasen, einen willkommenen Kontrast.
Am späten Nachmittag unternahmen wir eine Jeeptour zu den großen Wanderdünen um dort den Sonnenuntergang zu genießen.
Von Erfoud aus bis Oarzazate fuhren wir entlang der berühmten Straße der Kasbahs, mit einem Abstecher zur Todhraschlucht, einer spektakulären Felsformation im Hohen Atlas.
Eine interessante Landschaft mit überraschend viel Grün und blühenden Pflanzen, aber auch immer wieder trockenen Steinwüsten wechselte sich ab mit kleinen Dörfern und Ansiedlungen.
Der berühmte Kasbahkomplex Ait Benhaddou mit seinen roten Lehmmauern und den schneebedeckten Bergen des Hohen Atlas im Hintergrund wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und diente als Kulisse für unzählige Filme und Fernsehserien.
Weiter ging es nach Marrakesch, dem „Juwel des Südens“, der aufregendsten der vier ehemaligen Königsstädte. Sie gilt auch als die „rote Stadt“, da die meisten Häuser rot, rosa oder ockerfarben gestrichen sind.
Ein Muss in Marrakesch ist ein Besuch des berühmten Gauklerplatzes, mit den Wahrsagern, Märchenerzählern, Schlangenbeschwörern und Zauberern. Aber auch die geschichtsträchtigen Baudenkmäler wie die Koutoubia-Moschee, der maurische Bahia-Palast mit seinen Haremsgärten und die Medersa Ben Youssef sowie die Saadier-Gräber durften im Programm nicht fehlen.
Ein Spaziergang durch die engen Gässchen des Souks mit den vielen Handwerksbetrieben und wortgewandten Händlern rundete diese eindrucksvolle und unvergessliche Reise ab.
 
Ingrid Reips