Reisebericht Malta -

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Südliches Perle im Mittelmeer

Der erste Tag führte uns in die heutige Hauptstadt von Malta.

01.11. - 08.11.2016

Reisebericht

Valletta, von einem schachbrettartigen Straßennetz durchzogen, gehört durch ehrwürdige Kirchen, bedeutende Museen und historischen Palästen seit 1980 zum weltkulturerbe der UNESCO und lag lange Zeit in den Händen der Ritter des Johanniterordens.
Bei einem Stadtrundgang konnten wir die gelungene Mischung aus Regierungsviertel, Einkaufsstraße und Geschichtslehrpfad kennenlernen. Von den Barracca-Gärten im Zentrum hat man einen traumhaften Ausblick über den Hafen. Nach dem Besuch der Waffenkammer am Großmeister-Palast ging es vorbei an der beeindruckenden St.-Johns-Kathedrale.
Bei sonnigem Wetter fuhren wir am zweiten Tag zu der größten und besterhaltenste Tempelanlage Maltas, welche durch ein Zufall erst 1916 entdeckt wurde. Die Tarxien Tempelanlage wurde aus den Süd-, Zentral- und Osttempel zu einem Komplex zusammengeführt und besticht durch ihre Weitläufigkeit. Sie entstanden auf einer sehr frühen Kultstätte der Endphase der maltesischen Tempelkultur, die nach dieser Fundstelle Tarxien-Phase genannt wird (3000-2500 vor Chr.).
Unser weiterer Weg führte uns zu Marsaxlokk, das sich den Charme eines Fischerdorfes bewahren konnte. Die typischen farbenprächtigen Luzzo-Boote machen die Hafenszenerie fotogen und luden zu einem Bummel auf dem Markt an der Promenade ein. Abgerundet hat dieses Postkartenidyll eine Ruhepause in einer der vielzähligen Restaurants.
Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhren wir am dritten Tag mit der Fähre auf die Insel Gozo. Die Insel führt den Besuchern in eine Welt der Ruhe und Beschaulichkeit. Nach der Besichtigung der bekannten Ggantija-Tempel in Xaghra wurden wir auf einem Landgut mit lokalen Speisen verköstigt. Anschließend ging es zu den Calypso-Hügeln und der Inselhauptstadt Victoria, wo wir die Zitadelle besichtigten und einen Bummel durch die Altstadt machten.
Die erste Etappe am heutigen Tage führte uns in die ehemalige Hauptstadt Maltas nach Mdina. Sie liegt im westlichen Zentrum der Insel auf einem 185 Meter hohen Ausläufern des Dingli-Plateaus und ist durch einen alten Stadtkern geprägt. Weiter südwestlich schließt sich die Zwillingsstadt Rabat an. Neben der Besichtigung der Paulus-Katakomben bestaunten wir bei einem Stadtbummel durch enge Gassen die vielen Paläste, Villen und Kirchen. Die dritte Etappe unseres Ausfluges ging nach Mosta. Dort besichtigten wir die Rotunde Santa Marija Assunta, eine Kopie des römischen Pantheon, mit der viertgrößten Kirchenkuppel Europas. Die Entstehung der Kirche geht auf ein eigenständiges Werk der Dorfbewohner zurück, die dafür knapp 30 Jahre gebraucht haben.
Den Tag zur freien Verfügung nutzen einige Reisende für eine Bootsfahrt nach Camino. Entlang der Grotten ging es zu der berühmten Blauen Lagune mit ihrem kristallklaren Wasser. Der Abend lud zu einer wunderschönen Lichterfahrt über die Insel ein. Entlang der Küste mit ihren vielen Lichtern boten sich uns ganz besondere Eindrücke der Insel. Zum Abschluss machten wir in einen maltesischen Gasthof halt und genossen landestypische Snacks und Weine.
Das Hauptmerkmal des letzten Tages lag bei dem Besuch des größten maltesischen Weinguts Meridiana, der seinen Ursprung in dem bekannten Weingut Antinori aus Florenz hat. Neben der Besichtigung des Weinkellers kamen wir in den Genuss der dort produzierten Weiß- und Rotweine.
Abschließend sei gesagt, dass Malta keine Insel für die Liebe auf den ersten Blick ist. Man sieht viel Stein und die Landschaft im Norden ist fast vegetationslos. Aber wie keine andere Mittelmeerinsel besitzt Malta eine sehr ansprechende Mischung aus Geschichte und Volkskultur, aus Strandidylle und Großstadtflair. Sie ist ungewöhnlich, aber bezaubernd. Eine Liebe, bei der der Reisende auf dem zweiten Blick erobert wird.