Reisebericht Madeira 1

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Blumeninsel im Atlantik

Wegen der ganzjährigen Blütenpracht die den Besucher auf Madeira willkommen heißt, wird die Insel häufig als „Paradies“ bezeichnet. Auch als „Insel des ewigen Frühlings“ ist Madeira bekannt, oder als „Blumeninsel im Atlantik“. Dass all dies zutrifft, davon konnten sich die 25 Teilnehmer der KN-Leserreise überzeugen.

03.04. - 10.04.2014

Reisebericht

Wegen der ganzjährigen Blütenpracht die den Besucher auf Madeira willkommen heißt, wird die Insel häufig als „Paradies“ bezeichnet. Auch als „Insel des ewigen Frühlings“ ist Madeira bekannt, oder als „Blumeninsel im Atlantik“. Dass all dies zutrifft, davon konnten sich die 25 Teilnehmer der KN-Leserreise überzeugen.

Die Inselhauptstadt Funchal gilt als eine der malerischsten und saubersten Hauptstädte Europas und bot den Gästen zusätzlich zu der geführten Stadtrundfahrt viele Gelegenheiten zu eigenen Entdeckungen. Sei es beim Stöbern in der mit interessanten Wandkacheln geschmückten Markthalle mit dem reichhaltigen Angebot an Fischen, Obst, Gemüse, Gewürzen und Blumen oder beim Bummel durch die historische Altstadt. Hier beeindruckte besonders die Rue de Santa Maria, eine enge Gasse, die eine Art Freiluftmuseum ist, da alle Türen von unterschiedlichsten Künstlern gestaltet worden sind. Die vielen gemütlichen Restaurants luden natürlich auch zum Verweilen ein.

Ein Spaziergang entlang der Promenade, von der Festung Sao Tiago bis zum Hafen bot auf der einen Seite einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt, die sich wie ein gewaltiges Amphitheater an die Berghänge schmiegt, auf der anderen Seite konnte man die drei vorgelagerten unbewohnten Inseln erkennen. Der relativ kleine Hafen wird jeden Tag von mehreren Kreuzfahrtschiffen und Yachten besucht.

Auch eine Fahrt mit der Gondelbahn nach Monte – Passenderweise als Reise zwischen Himmel und Erde bezeichnet – gewährte einen tollen Überblick.

Was auf keinen Fall fehlen durfte, und dieses Abenteuer gönnten sich auch fast alle Gäste, war die rasante Fahrt mit den berühmten Korbschlitten. Ein unvergessliches Erlebnis!

Und wohin das Auge blickte, ein Blumenmeer. Sei es im Botanischen Garten, bei den Orchideen oder auch im berühmtesten Garten der Region, dem Blandy’s Garden.

Aber auch während unserer Inselrundfahrten sahen wir überall in den pittoresken Dörfern schöne Gärten und unsere temperamentvolle und liebenswerte Reiseleiterin Susana wurde nicht müde, uns die vielen klangvollen Namen zu nennen und die Pflanzen und natürlich auch die Sehenswürdigkeiten zu erklären.

Die Fahrt in den Westen Madeiras brachte uns zunächst nach  Cabo Girao mit der höchsten Steilküste Europas. Weiter ging es über Ribeira Brava zum Encumeada Pass. Wie gut, dass unser Busfahrer Sergio die enge, kurvenreiche Strecke ganz gelassen und absolut sicher bewältigte. Auch die Strasse weiter in den Norden über Seixal nach Porto Moniz erforderte seine ganze Konzentration.

Bei den Touren in den Nordosten der Insel und auch in das Tal der Nonnen, waren ebenfalls die Fahrkünste unseres Busfahrers gefragt, so dass wir ganz unbeschwert den Anblick der vielen Mahagoni-, Lorbeer- und Maiblütenbäume genießen konnten oder auch den Blick zum grandiosen Adlerfelsen bei Faial. Und zwischendurch immer wieder Bananenplantagen und Zuckerrohranbau. Ein ganz besonderes Fotomotiv boten die in der Sonne golden glänzenden mit Ginster bewachsenen Berghänge.

Natürlich durfte während unseres Madeira-Aufenthalts auch eine Wanderung nicht fehlen. Der Weg führte uns entlang der Levada da Serra do Faial. Levadas sind künstliche Wasserläufe mit denen schon seit dem 15. Jahrhundert Wasser aus den niederschlagsreicheren Gebieten im Norden und im Zentrum der Insel zu den trockeneren landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden geleitet wird.

Nach diesem Ausflug und der etwa zweistündigen Wanderung genossen die Gäste wieder einen freien Nachmittag für eigenen Unternehmungen oder aber auch, um gemütlich auf der Terrasse des Hotels auszuspannen, welches den Namen „Panoramico“ wegen des herrlichen Blicks zum Hafen und über die Stadt Funchal absolut zu Recht führt.

Dass während unseres Aufenthalts von Seiten des Hotels ein Fado-Abend (die portugiesische Variante des Weltschmerzes) und auch eine Folklore-Aufführung geboten wurden, rundete unseren Aufenthalt optimal ab.

 Ingrid Reips