Reisebericht Madeira

ZURÜCK Kontakt PDF E-Mail

Blumensinsel im Atlantik

Steil ragt sie aus dem Atlantik heraus,...

21.09. - 28.09.2015

Reisebericht

Steil ragt sie aus dem Atlantik heraus, mit felsigen Klippen und doch grün. Wohin das Auge reicht, leuchtet es in den unterschiedlichsten Grüntönen, dazwischen Blüten als bunte Farbtupfer. Die Rede ist von der portugiesischen Insel Madeira. Dorthin führte die KN-Leserreise mit dem Titel „Blumeninsel Madeira“.

Enge, verwinkelte Gassen mit dekorativ gemustertem Pflaster, schmuckvolle, im Innenraum üppig mit goldfarbenen Elementen verzierte  Kirchen, große Parkflächen  mit blühenden Bäumen und das bunte Treiben in der Markthalle gab es für die Reiseteilnehmer in Funchal zu entdecken. Bei hochsommerlichen Temperaturen erkundete die Gruppe zusammen und auf eigene Faust die Inselhauptstadt.

Ein Ausflug in den Westen der Insel führte die Gruppe auf das rund 590 Meter hohe Cabo Girao hoch über dem Atlantik und weiter über einen Gebirgspass zu den Lavabecken von Porto Moniz, wo vor skurrilen Lavaformationen Badende schwammen. Zurück nach Funchal ging es über das Hochplateau Madeiras.

Begeisterung löste bei vielen Reisenden der Besuch im Blandys Garten aus, die größte Anlage tropischer und subtropischer Pflanzen auf Madeira. Wie vielfältig die Pflanzenwelt der Insel ist, zeigte sich auch beim anschließenden Spaziergang durch den weitläufigen  Botanischen Garten. „Trocken, halbtrocken oder doch lieber süß?“ lautete danach die entscheidende Frage bei der Madeira-Weinprobe im Zentrum Funchals.

Mit tiefen Einblicken von hoch oben hinab beeindruckte am Folgetag das Nonnental. Im Wallfahrtsort Monte oberhalb von Funchal stand neben einer Kirchenbesichtigung für einige Teilnehmer der Gruppe eine Fahrt im Korbschlitten die glatte, kurvige Straße hinunter an.

Das einzige Mal warm anziehen mussten sich die Reisenden bei der Fahrt in Madeiras Nordosten, denn dabei ging es hoch hinaus zu einem Aussichtspunkt in über 1800 Metern Höhe. Der Ausflug über die Wolken wurde mit einem beeindruckenden Rundblick belohnt. Durch das Naturschutzgebiet Ribeiro Frio mit einem dichten Wald aus Lorbeerbäumen, Baumheide und zahlreichen anderen Pflanzen führte der Weg zu den markanten kleinen Strohdachhäusern im Ort Santana. Nach einem Mittagessen an der schroffen Felsküste im Nordosten Madeiras bildete der mit gelbem Sand aus Marokko aufgeschüttete Strand der ehemaligen Hauptstadt Machico optisch einen großen Kontrast.

Auch eine für Madeira so typische Levada-Wanderung an einem der vielen Bewässerungskanälen entlang fehlte nicht im Programm. Der Spaziergang durch den Wald rundete die Reise ab. Mit vielen neuen Eindrücken machte sich die Gruppe auf den Weg zurück von der sommerlichen Wärme in die kühle heimatliche Herbstluft. „Das ist eine tolle, vielseitige Insel mit einer beeindruckenden Pflanzenwelt“, lautete das Fazit der Reisenden.

Autor: Katrin Heidemann