Reisebericht Madeira

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Die Blumeninsel im Atlantik

Erwartungsvoll ist unsere Gruppe mit 18 Reisenden in Kiel Richtung Madeira gestartet.

23.04. - 30.04.2017

Reisebericht

 Vom wunderschönen Atlantik und den grün bewachsenen Bergen eingeschlossen ist der Landeanflug auf Madeiras Flughafen sehr spektakulär. Im Jahr 2010 wurde die Landebahn auf 2781 m ins Meer verlängert. Um Madeira anfliegen zu dürfen, wurden die Piloten speziell ausgebildet. Die Start- und Landebahn steht auf 180 Betonpfeilern und ist das bekannteste und teuerste Bauprojekt Portugals. Diesen An- und Abflug sollte jeder einmal erlebt haben.
Unser Hotel Panoramico liegt oberhalb von Funchal und bietet einen wunderschönen Ausblick über die Hauptstadt bis hin zum Hafen. Ein kostenloser Hotel-Shuttle-Bus fährt regelmäßig zum Hafen oder eine Bushaltestelle liegt direkt vor dem Hotel. Nach dem Abendbrot lädt ein Fußmarsch vom Hotel zum Hafen über zahlreiche kleine Straßen ein.  Allerdings empfiehlt sich die Rückfahrt, aufgrund der zahlreichen Treppen, mit dem Hotel-Shuttle-Bus. Das Essen im Hotel Panoramico ist sehr abwechslungsreich und sehr gut. Die Cocktailbar, die abends zum geselligen Beisammensein einlädt, hat weitaus mehr als nur nationale- und internationale Getränke zu bieten. Es finden dort traditionelle Folklore Abende und Live-Musik statt. Die netten Kellner servieren einem mit einem Lächeln das traditionelle Getränk: Poncha. Aber Achtung: Es besteht aus Zuckerrohrschnaps mit Honig und Zitrone. Auch wir haben es nur in Maßen genossen. Es ist sehr zu empfehlen und schmeckt einfach lecker. Für die Weinliebhaber empfiehlt sich der über die Grenzen Madeiras bekannte Madeirawein.
Unsere Reiseführerin, Susanna Fernandez, die uns die Woche begleitet hat, führte uns mitten durch die Berge und Wolken an beeindruckende, tolle Orte vorbei an einer einzigartigen Blumenvielfalt. Sie zeigte uns die lebendige, bunte Hauptstadt Funchal. Wir durften auch lernen, dass Madeira mit <ei> und nicht mit <e> ausgesprochen wird und Funchal übersetzt Fenchel heißt. Bei der Entdeckung durch die Portugiesen hat die Hauptstadt, durch den zahlreichen Wachstum von Fenchel, diesen Namen erhalten. Madeira hat zurzeit ca. 267.000 Einwohner wovon alleine ca. 112.000 Einwohner in Funchal leben. Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Funchal laden dazu ein, Funchal nochmal alleine zu erkunden. Gesehen haben muss man den Botanische Garten, der eine wunderbar anzusehende Pflanzenvielfalt bietet und uns komplett erstaunen ließ. Die vielen Bars und Restaurants sowie die wunderschöne Altstadt laden zum Verweilen ein. Große Kreuzfahrtschiffe haben Funchal längst für sich entdeckt und machen dort regelmäßig halt. Verlassen Sie Funchal bitte nicht, ohne die abenteuerliche Fahrt mit dem Korbschlitten gemacht zu haben oder eine Fahrt mit der Seilbahn, die auch unsere Gruppe als Erlebnis empfand. Auf zahlreichen Festivals in Funchal und auf der ganzen Insel kommen die Urlauber in den Genuss die köstliche madeirische Küche zu probieren und Traditionen kennenzulernen.
Über die Woche verteilt wurden wir auf eine faszinierende Entdeckungsreise auf Madeira mitgenommen. Unsere Reiseleiterin Susanna hat ein so großes Wissen über ihre Heimatinsel, welches sie uns mit Freundlichkeit, Charme und Witz vermittelt hat. Wir haben wunderschöne Orte gesehen, die über schwindelerregende schmale Straßen führten. Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Busfahrer, der zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über unseren Bus hatte und uns zu jeder Zeit ein sicheres Gefühl gab. Uns boten sich atemberaubende Aus- und Fernsichten auf diesen Fahrten. Ein Highlight war der Besuch des Cabo Girao, eines der höchsten Kaps der Welt. 590 m bricht dort das Land ins Meer ab. Schwindelfreie konnten dort auf Glas-Bodenplatten den Abgrund bestaunen. Weitere Anziehungspunkte auf unserer Tour waren das Meeresschwimmbecken in Porto Moniz, der imposante Adler-Felsen an dessen Fuße der Ort Faial liegt, die Strohhäuser von Santana und die grandiose Panoramafahrt zum Tal der Nonnen. Eine Wanderung entlang der Wasserkanäle (Levada) durch Eukalyptuswälder durfte natürlich nicht fehlen. Diesen wunderbaren Geruch möchte man am liebsten einfangen und mit nach Hause nehmen.
Unglaublich! Auf all diesen Erkundungsfahrten haben wir kleine, bezaubernde Häuser gesehen, die so weit oben am Berg liegen, abgeschnitten von den Straßen. Weder Auto noch Bus fahren dorthin. Die Menschen die dort leben, müssen alles aus eigener Kraft zu Ihren Häusern tragen.
In unserer Woche Urlaub auf Madeira hat sich das Wetter leider wie eine launenhafte Diva verhalten. Die Sonne haben wir selten gesehen und wir waren immer mit Schirm (gab es im Hotel zu leihen) und Regenjacke für kleine Regenschauer gerüstet. Dennoch hat sich unsere tolle Reisegruppe nicht von diesem Wetter beeindrucken lassen und wir haben den Urlaub mit bester Laune und viel Spaß genossen. Wir haben uns die Freude an dieser wunderschönen, bezaubernden Blumeninsel nicht nehmen lassen.

Tanja Grandau