Reisebericht Kroatien

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Zeitlose mediterrane Schönheit

Kurve um Kurve schlängelt sich die Küstenstraße in Dalmatien an schroffen Felsen und Pinienhainen vorbei. Immer wieder gibt sie den Blick auf kleine Buchten frei, in denen sich  Ortschaften an die Hänge schmiegen. Vor der Küste erheben sich Inseln wie die Rücken riesiger Wale aus dem türkisblauen Mittelmeer. Jeder Meter der Straße bietet Ausblicke wie aus einem gut gelungenen Werbeprospekt über Kroatien. Die Teilnehmer der Leserreise „Kroatien – zeitlose mediterrane Schönheit“ fuhren die kroatische Adria auf der Küstenstraße zwischen Split und Dubrovnik ab: acht Tage und 1500 Kilometer lang gigantisches Panorama nonstop.

08.10. - 15.10.2013

Reisebericht

Kroatien. Kurve um Kurve schlängelt sich die Küstenstraße in Dalmatien an schroffen Felsen und Pinienhainen vorbei. Immer wieder gibt sie den Blick auf kleine Buchten frei, in denen sich  Ortschaften an die Hänge schmiegen. Vor der Küste erheben sich Inseln wie die Rücken riesiger Wale aus dem türkisblauen Mittelmeer. Jeder Meter der Straße bietet Ausblicke wie aus einem gut gelungenen Werbeprospekt über Kroatien. Die Teilnehmer der Leserreise „Kroatien – zeitlose mediterrane Schönheit“ fuhren die kroatische Adria auf der Küstenstraße zwischen Split und Dubrovnik ab: acht Tage und 1500 Kilometer lang gigantisches Panorama nonstop.

Wie ein Stück begehbare Geschichte, perfekt restauriert und mit blankem Pflaster zeigte sich Dubrovnik den Besuchern aus dem hohen Norden von seiner besten Seite. Umrahmt von einer mächtigen, hohen Stadtmauer fügen sich die hellen Häuser mit ihren leuchtend roten Ziegeldächern aneinander. Cafés an der Flaniermeile Stradun laden zum Verweilen ein. Der Rundgang auf der Stadtmauer bietet einen beeindruckenden Ausblick über das Dächergewirr, Blick hinter die Kulissen in die Hinterhöfe und Gärten inklusive.

Fast ohne Häuser kommt dagegen der Krka Nationalpark aus, nächster Programmpunkt der Reise. Über 17 Steinbarrieren donnern dort Wasserfälle insgesamt rund 46 Meter in die Tiefe, wo sich die Wassermassen am Ende in einem breiten Fluss wieder vereinen. Holzbohlenwege führen durch die grüne Landschaft des Parks. Am Fuße der Wasserfälle  liegt eine Badestelle, die einige Teilnehmer zum Schwimmen vor imposanter Kulisse nutzten – Naturerlebnis pur. Ein Abstecher in die Hafenstadt Trogir mit schmalen Gässchen und Palmen gesäumter Promenade rundete den Ausflug ab.

Mehr Architektur, jedoch ganz anderer Bauart als in Dubrovnik erwartete die Reisenden in Mostar in Bosnien-Herzegowina. Auch die Atmosphäre in der Stadt ist eine völlig andere als jenseits der Grenze in Kroatien. Malerische kleine Häuser säumen in der Altstadt Mostars die Kopfsteinpflasterstraßen. Händler bieten ihren Waren am Straßenrand feil. Zahlreiche Moscheen bestimmen das Stadtbild, und der Gesang des Muezzins hallt regelmäßig über die Dächer und ruft zum Gebet. Die Fahrt nach Mostar ist ein Ausflug in eine andere Welt, ebenso wie der kurze Stopp im nahe gelegenen Medjugorje, einem der meist besuchten Pilgerorte der katholischen Kirche, deren Symbole dort an jeder Straßenecke allgegenwärtig sind.

Nach etwas mehr Natur bei einer Bootsfahrt durch die Cetina-Schlucht beim ehemaligen Piratenstädtchen Omiš stand bei der Leserreise in Split noch einmal Stadtleben an. Bars, Cafés und kleine Geschäfte reihen sich in der quirligen Altstadt aneinander. Dazwischen thronen die St.-Domnius-Kathedrale und der Diokletianspalast. Zwischen den Gemäuern der Altstadt herrscht reger Betrieb im Gassengewirr und erfüllt die historische Kulisse mit Leben. Wer den Aufstieg bei sommerlichen Temperaturen nicht scheute, konnte von einer Aussichtsterrasse auf dem Spliter Hausberg Marjan das Geschehen von oben betrachten und wurde mit einem schönen Panorama belohnt. Alle, die noch mehr Bewegung suchten, wanderten im Anschluss an den Splitausflug von Makarska aus entlang der Adriaküste zurück zum Hotel in Tucepi.

Eine Woche lang ist die Reisegruppe die dalmatinische Küste auf- und abgefahren. Kulturelle Programmpunkte wechselten sich mit Naturerlebnissen ab. Das türkisblaue Mittelmeer nur wenige Meter vor der Hoteltür sorgte zwischendurch für Erfrischung. Bis zum Ende der Reise änderte sich eins nie und wurde nicht langweilig: der gigantische Ausblick von der Küstenstraße.

Dr. Katrin Heidemann