Reisebericht Kappadokien 1

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Bis zum roten Fluss und weiter nach Antalya

Wo fließt der „Rote Fluss" und warum ist der Fluss überhaupt rot? Diese und weitere Fragen wurden unseren 28 Leserreisen-Gästen auf einer Reise durch das malerische Kappadokien in der Türkei beantwortet.

04.04. - 11.04.2013

Reisebericht

Konya. Zum Auftakt der Reise zeigte Reiseleiter Hakan Hepaksaz den beeindruckten Gästen auf der Rundreise zunächst die Grabmoschee von Mevlana in der Stadt Konya. Der Mevlana-Orden mit seinen tanzenden Derwischen prägt den Charakter der Millionenstadt Konya, denn Derwische gelten als sehr bescheiden, weise und klug und genießen hohes Ansehen. Anschließend fuhr die Gruppe weiter in die in der Türkei sehr bekannte Töpferstadt Avanos - und diese liegt direkt am „Roten Fluss" in Kappadokien. Der Fluss erhielt seinen Namen durch die reichhaltigen Lehmablagerungen, die ihn färben und rot erscheinen lassen. Die reichhaltigen Lehmvorkommen bilden das Material für die Töpfer, die sich ansiedelten und für die Bekanntheit des Töpferhandwerks in der Region sorgten.

Absolut sehenswert ist auch der Ort Soganli, der vorbei an der verlassenen Stadt Göre, wo die Griechen bis zum 1. Weltkrieg noch lebten, ca. 1600 über dem Meeresspiegel liegt. Hierhin haben sich einst die Christen zurückgezogen, hier besichtigten die Reisegäste die Höhlenbauten und Felsenkirchen mit beeindruckenden Wandmalereien. Beachtenswert sind auch die in den Fels geschlagenen Taubenhäuser, deren Kot heute der Landwirtschaft als Düngemittel dient.

An einem der Urlaubstage hieß es früh aufstehen. Der Tag begann um 6 Uhr mit einer Ballonfahrt über Kappadokien. Die atemberaubende Landschaft von oben zu sehen war ein Höhepunkt dieser Reise. Eine ca. 2-stündige Wanderung durch die Täler Kappadokiens, der Besuch der unterirdischen Höhlenstadt in Özkonak und dann zurück nach Avanos durch die „Mondlandschaft" Kappadokiens rundete das Programm in dieser Region ab.

Die Reise führte weiter über das Dorf Sultanhani, in der die größte Karavanserei in Kleinasien steht, gegründet im 13. Jahrhundert und zentral gelegen an der historischen Seidenstraße. Weiterhin ging es nach Perge, das die größte Ausgrabungsstätte der türkischen Riviera beherbergt. Neben dem antiken Theater und dem großen Stadion sind noch weitere gut erhaltene Ruinen zu sehen, teilweise geprägt von Alexander dem Großen und den alten Griechen, bevor die Leserreise in Antalya endete.

Jörg Reese