Reisebericht Israel

ZURÜCK Kontakt PDF E-Mail

Kleines Land mit großer christlicher Bedeutung

Israel ist ein kleines Land, dessen Grenzen gebildet werden durch den Libanon, Syrien, Jordanien, das Westjordanland, Ägypten und den Gazastreifen. Die einzige natürliche Grenze ist im Westen das Mittelmeer. Dass dieses kleine Land voller Kontraste ist, davon konnten sich die 22 Teilnehmer der KN-Leserreise überzeugen. Trockene Wüsten wechseln sich ab mit fruchtbaren Feldern und Dattelplantagen, Dünenlandschaften werden unterbrochen von blühenden Oasen.

14.03. - 21.03.2013

Reisebericht

Jerusalem. Am ersten Tag unserer Rundreise folgten wir der Küstenstraße bis Caesarea Maritima, dieser bedeutenden antiken Stadt Palaestinas, die später eine wichtige Festung für die Kreuzfahrer war. Weiter ging es zum Berg Karmel, wo wir von einem Aussichtspunkt einen herrlichen Panoramablick genießen konnten über Israels drittgrößte Stadt, Haifa. Besonders eindrucksvoll war der Schrein des Bab, des Gründers der Bahai-Religion, der in einer prächtigen Gartenanlage liegt. Später besuchten wir Akko, wo sich westliche Kultur und orientalisches Flair mischen. Nach dem Verlassen der Küstenstraße fuhren wir weiter durch Galiläa bis wir unser nächstes Ziel erreichten, den Kibbutz Kfar Giladi, nahe der libanesischen Grenze, mit Blick auf den 2814 m hohen Berg Hermon mit seinen schneebedeckten Gipfeln.

In Israel treffen die drei großen Weltreligionen aufeinander, Christentum, Islam und Judentum und für uns stand der nächste Tag ganz im Zeichen der christlichen Religion. Nach dem Besuch der Jordanquelle in Banyas und einem Blick auf die Golanhöhen fuhren wir zum See Genezareth, wo wir Gelegenheit hatten die Kirche der Seligpreisung zu besuchen, sowie den Ort der Brotvermehrung und Kaparnaum, welches ursprünglich ein kleines Fischerdorf war und die Heimat des Petrus. Anschließend unternahmen wir eine gemütliche Bootsfahrt auf dem See Genezareth.

Auch die Stadt Nazareth mit der Verkündigungsbasilika, die wir am nächsten Tag besuchten, ist eine wichtige Station des christlichen Glaubens, denn nach der Überlieferung wohnte hier Maria, die Mutter von Jesus. Anschließend kehrten wir ein im Kibbutz Kfar Ruppin. Unvergesslich bleibt sicher allen die 90-jährige Ellen, die erfrischend und humorvoll über die Gründerzeit berichtete, über die Schwierigkeiten und Probleme, und auch darüber, wie sich das Leben im Kibbutz im Laufe der Jahre verändert hat.

Durch das Jordantal, welches die Grenze zu Jordanien bildet, fuhren wir unserem Hauptziel entgegen, Jerusalem. Vom Ölberg aus konnten wir einen ersten Blick genießen, auf die Stadt Davids, in deren Zentrum die goldene Kuppel des Felsendoms erstrahlt. In den nächsten Tagen lernten wir diese eindrucksvolle Stadt ausführlich kennen, wanderten die Via Dolorosa entlang, besichtigten die Grabeskirche und die Klagemauer sowie den arabischen Basar und viele weitere Sehenswürdigkeiten. In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen denn im Laufe der Jahre sind durch mehrere Einwanderungswellen Menschen aus über 120 Ländern nach Israel eingewandert, die zum großen Teil ihre Sitten und Bräuche beibehalten haben. Wir besuchten auch die bedrückende Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem und sahen den Garten der Gerechten wo unter anderem ein Baum zu Ehren von Oskar Schindler gepflanzt wurde. Später fuhren wir nach Bethlehem zur Grabeskirche. Auf der Fahrt sahen wir den Zaun und die bis zu 8 Meter hohe Sperrmauer, die Israel vom Westjordanland abgrenzt.

Am letzten Tag stand Masada auf dem Programm, eine Festung welche Herodes der Große am Rande des Toten Meeres in der Wüste erbauen ließ. Sie diente später jüdischen Rebellen, den Zeloten, als Zufluchtsort, bis sie von den Römischen Legionen monatelang belagert wurden und sich entschlossen, den kollektiven Tod der Gefangenschaft vorzuziehen. Für die Juden gilt Masada als ein Symbol der jüdischen Standhaftigkeit. Den Abschluss der Israel-Rundreise bildete ein Bad im Toten Meer, für viele von uns ein ganz besonderes Erlebnis.

Ingrid Reips