Reisebericht Island -

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Insel aus Feuer und Eis

Voller Vorfreude auf die Insel mit ihren Vulkanen und Wasserfällen, dem Land der Elfen und Trolle, steigen die Reiseteilnehmer der KN + SZ Leserreisen in Hamburg ins Flugzeug,...

21.06. - 28.06.2016

Reisebericht

... mit dem Ziel Keflavik/Reykjavik. Gleich nach Ankunft geht es in die „Blaue Lagune“, dem populärsten Badeort Island. Es handelt sich um einen Abwassersalzsee, dessen Quellen bis zu 240°C erreichen. Umschlossen von Lava liegt der See mit seinem milchig-blauen Wasser und der Wassertemperatur von konstant 38°C und bietet Körper und Seele ein Fest. Nach dem Bad geht es weiter ins Hotel. Ein sehr schöner Anfang der Reise.

Am nächsten Morgen wird Europas nördlichste Hauptstadt - Reykjavik erkundet. Margret - unsere Reisebegleitung zeigt uns all die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Parlament, am ehemaligen Marktplatz die letzten 3 „alten“ Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Das Rathaus, erbaut 1992 und daneben die Domkirche, sie steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Hier im Innenraum erlebt die Gruppe unsere Reisebegleiterin nicht nur mit Zahlen und Fakten, hier singt Margret mit ihrer ausgebildeten Stimme 2 wunderschöne Lieder aus Island. Die Akustik und ihre Stimme erzeugen Gänsehaut, wirklich schön. Weiter geht es zur Harpa - die 2011 eröffnete Konzert - und Kongresshalle, deren Glasbau das Bild des Hafens dominiert. Ein toller Bau, sowohl von außen und innen. Ihr gegenüber steht das Regierungsgebäude - mit einem großen Platz davor. Zum Schluss dann geht es etwas außerhalb zum Perlan, einem futuristisch anmutendem Glaskuppelbau. Er steht auf 5 Heißwassertanks, die noch in Gebrauch sind und in denen sich 20. Mio. Liter Thermalwasser aus den heißen Quellen um und in Reykjavik befinden. Mit ihnen werden die Häuser, die Schwimmbäder und auch Straßen beheizt. Der leere Tank dient als Saga Museum. Die Kuppel bietet einen Panoramblick - überwältigend mit dem herrlichen Sonnenschein und der Sicht auf die Insel.

Am nächsten Tag geht es dann mit dem Bus erst einmal an Islands Südküste mit dem schwarzen Lavastrand, den märchenhaften Wasserfällen Seljalndsfoss und Skogarfoss und dem Reynishverfi-Gebiet mit den besonderen Vogelfelsformationen.

Tags drauf dann zum meist besuchten Highlights Islands. „Der alte Geysir“ ist seit 2000 wieder zeitweise aktiv, der „Bruder“ Strokkur hingegen spuckt alle paar Minuten seine Fontäne bis zu 20 m hoch in den Himmel. Mit der Wassertiefe steigt der Wasserdruck, damit auch der Siedepunkt. Fällt der Wasserdruck, siedet das Wasser in der Tiefe und es kommt zum Ausbruch. Über die ganze Insel verteilt sieht man diese Wunder der Natur. Auch der goldene Wasserfall Gullfoss ist so ein Naturwunder. Tosend stürzt das Gletscherwasser über zwei Stufen in die Tiefe. Abschluss des Tages ist der Nationalpark Thingvellir. Hier befindet sich Geschichte des früheren historischen Parlaments der Isländer, die geologische Schnittstelle zwischen Europa und Nordamerika.

Am nächsten Tag geht es auf die Reykjanes-Halbinsel. Das erste Ziel ist Bessastadir, Sitz des isländischen Präsidenten, der sich nicht zur Wiederwahl stellt. Er wird diesen herrlichen Landsitz verlassen. Raue Lavalandschaft und Steilküsten mit atemberaubender Brandung liegen an unserem Weg, die von der Gruppe fasziniert mit Spaziergängen bewundert werden.

Der 6. Tag bietet den Wohnsitz des berühmten isländischen Dichters Snorri Sturluson. Margret erzählt uns isländische Sagen, die sich am Fjord Borgarfjördur abgespielt haben, er ist wegen seiner Tiefe und den starken Strömungen gefürchtet. Europas ergiebigste Heilwasserquelle Deildartunguhver ist das nächste Ziel, 100 C kommen aus der Erde, hier dürfen wir wirklich nur auf den angegebenen Wegen laufen. Als Abschluss besuchen wir noch den Wasserfall Hraunfossar und fahren entlang des Wal-Fjords. Ein Pausenstopp zeigt uns im Museum einen kleinen Film und Fotos des Walfangs und seiner Verarbeitung.

Der letzte Tag steht der Gruppe zur freien Verfügung und es unternehmen einzelne Mitreisende noch einmal die Besichtigung - mit mehr Zeit - der Harpa, den Museen oder laufen einfach am Hafen entlang. Ein Besuch der Hallgrimskirkja - dem weißen Wahrzeichen Reykjaviks - lohnt sich mit ausreichender Zeit. Thronend auf einer Anhöhe wurde sie 1937 geplant. Ein riesiges Gotteshaus für die damals kleine Stadt, die Fertigstellung dauerte bis 1986. 1200 Personen finden darin Platz zum Gottesdienst oder Orgelkonzerten. Der freie Tag vergeht im Flug.

Es heißt Abschiednehmen von Island. Nicht nur die Naturwunder dieser Insel hat die Gruppe erlebt, nein auch das Island-Wunder - den Fußball. Beim Spiel gegen England war ganz Reykjavik auf den Straßen und der Stolz stand jedem Isländer im Gesicht geschrieben. Natürlich war die Reisegruppe an diesem Abend auf Seiten der Isländer und hat die Daumen gedrückt und mitgefeiert.
Alle Reiseteilnehmer waren sich mit Margret - unser so kompetenten und fröhlichen Reiseleiterin einig -, wir kommen wieder und machen eine Inselrundfahrt mit ihr. Sie hat noch so viel Sagen zu erzählen, kann uns ihre Lieder vorsingen und ganz viele Sehenswürdigkeiten der Insel zeigen. In diesem Sinn
Saumst und Bless, bless - Bis bald und Auf Wiedersehen - Island

Elke Wuttke