Reisebericht Ischia

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Italien wie im Bilderbuch

Was gibt es schöneres, als dem kühlen April...

01.04. - 08.05.2017

Reisebericht

... zu entfliehen und ein paar schöne Tage im sonnigen Italien genießen zu können? So ging es für die 24 Reisteilnehmer in der ersten Aprilwoche auf die schöne Insel Ischia im Golf von Neapel. Unsere Reise startete entspannt um 11 Uhr mit dem Transfer vom Kieler Opernhaus Richtung Hamburger Flughafen. Da die Insel lediglich über einen kleinen Hubschrauberlandeplatz verfügt, ging der Flug von Hamburg nach Neapel. Direkt am Flughafen angekommen, wurden wir schon von der örtlichen Reisebegleitung Maria begrüßt, die den Transfer unserer Gepäckstücke zum Hotel organisierte. Ein wunderbarer Service, da wir noch eine lange Reise vor uns hatten. Leider verpassten wir unsere erste Fähre, sodass wir noch eine eineinhalbstündige Fährschifffahrt vor uns hatten, da wir leider nicht mehr die Direktfähre erwischt hatten. Am späteren Abend kamen wir dann, allesamt geschafft von der langen Anreise, im 4-Sterne-Hotel "Hotel Royal Terme" an. Nach dem Einchecken haben wir glücklicherweise trotz der späten Zeit noch ein Abendessen bekommen, sodass wir danach gesättigt und geschafft den Tag ausklingen lassen konnten.
Am ersten Tag machten wir dann am Vormittag eine Inselrundfahrt mit unserem Reiseführer und Busfahrt Peppino. Diese Fahrt war genau das Richtige um einen Überblick über die Insel zu bekommen und um die italienischen Fahrtkünste kennenzulernen. Mit viel Witz, Charme und deutsch-italienischen Familieneinblicken führte uns Peppino mit seinem italienischem Akzent über Forio und Panza nach Sant' Angelo. Dort angekommen konnten wir das kleine Felsendorf fußläufig erkunden und uns genau ansehen, wo unsere Kanzlerin Angela Merkel gern ihren Urlaub verbringt. Danach ging es mit vielen Tipps von Peppino weiter nach Fontana, Barano und Ponte. Leider hat das Wetter nicht 100%ig mitgespielt, dennoch konnten wir in einer einheimischen Bar mit Peppinos Freunden den inseltypischen Limoncella bei einer tollen Aussicht genießen. Teil und quasi auch der Abschluss der Inselrundfahrt war auch die leckere Weinverkostung. Mit landestypischen Snacks wie z. B. Oliven, italienischem Käse und Bruschetta genossen wir insgesamt drei verschiedene Weine und überbrückten in einer Art Wintergarten in gemütlicher Atmosphäre das in der Zeit vorübergezogene Gewitter. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung. Die ersten Reiseteilnehmer testeten das angenehm waren Thermalbecken zur Entspannung, andere erkundeten den kleinen Ort und den Hafen rund um das Hotel.
Der nächsten Tag stand uns zur freien Verfügung. Die einen nutzten eines der ansprechenden Wellness-Angebote im Hotel und ließen die Seele baumeln, andere machten kleine Tagesausflüge und erkundeten die Umgebung. Am Abend traf man sich dann wieder zur gewohnten Zeit in der Regel um und bei 19:30 Uhr im Restaurant des Hotels. 
Am nächsten Vormittag besuchten wir dann das Castello Aragonese. Nach dem Frühstück wurden wir vor dem Hotel mit dem Bus abgeholt. Nach einer kurzen Fahrt und einem kurzen Marsch durch die Altstadt gelangten wir zur 200 Meter langen Brücke, die die Festung mit dem Festland verbindet. Dort angekommen erkundeten wir mit der liebenswerten Heike die Insel. Sie konnte uns auf dem Rundgang viel Wissenswertes und Interessantes über das Leben auf der Festung berichten. Ein toller Ausflug, bei dem wir atemberaubende Panoramen genießen konnten und der uns auch ein bisschen schlauer gemacht hat. Am Abend erfuhren wir dann, dass einer unserer Ausflüge (der Ganztagsausflug nach Capri) bereits am Donnerstag und nicht wie vorher geplant am Freitag stattfinden wird. So hatten wir im Nachhinein glücklicherweise ein Tag vor unserer Heimreise noch ein Tag zur freien Verfügung.
Am Mittwoch ging es dann via Fähre zur Insel Procida. Procida ist die kleinste der drei Inseln im Golf von Neapel. Die kleine Insel lernten wir mit Microtaxen kennen. Anders wäre es kaum möglich gewesen, da die Gassen wirklich sehr eng waren. Die gut 10.500 Einwohner brauchen ihren Platz. Im Verhältnis ist dieses kleine Eiland mit einer Fläche von 4,1 km², die am dichtesten besiedelte Mittelmeerinsel. Vom Hafen fuhren wir direkt zur Abtei von San Michele. Dort angekommen wurden wir von einer jungen Italienerin in Empfang genommen. Sie führte den Rundgang. Leider war sie nur schwer zu verstehen, aber Deutsch ist auch eine sehr schwierige Sprache. Nach dem kurzen Rundgang haben wir noch einen wundervollen Aussichtspunkt aufgesucht, der einen farbenfrohen Blick über den Hafen ermöglichte. Im Anschluss hatten wir dann noch ein wenig Zeit, den Hafen zu erkunden und dabei das landestypische Gebäck, eine Lingue (übersetzt "Zunge") zu naschen.
Am nächsten Tag stand dann der letzte Ausflug des Programms auf dem Plan: ein Ganztagesausflug auf die bekannte Insel Capri. Bereits im Hafen begrüßte uns Emilio. Etwas zerstreut aber stets gut gelaunt begleitete uns Emilio nach und auf Capri. Gefühlt war es an dem Tag das einige Schiff, welches nach Capri fuhr. Schließlich war es gerammelt voll, kein Platz war mehr frei. Etwas unübersichtlich und chaotisch war dann auch die Ankunft, doch letztendlich haben wir alle im richtigen Bus gesessen, der uns Richtung Zentrum fuhr. Es war schon Mittag und so entschlossen wir uns kurzerhand die Mittagspause vorzuverlegen. So bekamen wir gegen 12 Uhr ein wahnsinnig leckeres Essen. Gestärkt besichtigten wir dann die Villa San Michele, errichtet im 19. Jahrhundert von Acel Munthe in Anacapri. Die Villa wurde nach dem Prinzip "so viel Luft und Sonne wir nur möglich" erbaut und das hat man an diesem traumhaften Fleckchen Erde gespürt. Im Anschluss hatten wir erneut etwas Zeit für uns: Einige Genossen die tolle Aussicht und die wunderschönen Gärten der Villa, andere gingen in den nahegelegenen Geschäfte schlendern. Abgerundet wurde dieser aufregende Ausflug durch eine abschließende Bootstour, bei der wir die Grotten der Insel bei bestem Wetter besichtigen konnten.
Bevor es am Samstag dann wieder Richtung Heimat ging, hatten wir am Freitag noch bestes Wetter, um zu entspannen und die letzte Zeit auf Ischia zu genießen. Ein kleiner Wehmutstropfen am Ende war allerdings die Nachricht, dass die Gepäckstücke am Abreisetag bereits um 9 Uhr morgens abgeholt werden sollten.
Alles in Allem hatten wir eine tolle Zeit mit einer sympathischen Gruppe auf einer Insel, die zum Verlieben ist.


Annkathrin Voß