Reisebericht Inselhopping Ostfriesland

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Urlaub soweit das Auge reicht!

Natürlich könnte man diese Reise auch kurz und bündig beschreiben: von der Ostsee an die Nordsee. Das würde aber bei weitem nicht die Erlebnisse und Eindrücke wiedergeben, die auf die 28 Teilnehmer der KN-Leserreise warteten.

22.04. - 27.04.2014

Reisebericht

Natürlich könnte man diese Reise auch kurz und bündig beschreiben: von der Ostsee an die Nordsee. Das würde aber bei weitem nicht die Erlebnisse und Eindrücke wiedergeben, die auf die 28 Teilnehmer der KN-Leserreise warteten.

Nach der Busfahrt von Kiel in die Hafenstadt Emden unternahmen wir zunächst eine interessante Hafenrundfahrt bevor es weiter ging nach Wittmund zu unserem „zu Hause“ für die nächsten Tage, dem gemütlichen Ringhotel.

Mit der Fähre ab Norddeich erreichten wir am nächsten Tag Norderney, die zweitgrößte der ostfriesischen Inseln, die wir während einer Inselrundfahrt näher kennenlernten. Besonders eindrucksvoll war der Abstecher zur Weißen Düne, einem der schönsten und bekanntesten Strände dieser Nordseeinsel.

Nach der Busrundfahrt blieb noch genügend Zeit, den Ort auf eigene Faust zu erkunden, zum Strand zu schlendern oder die ausgedehnte Dünenlandschaft und das Wattenmeer zu besichtigen.

Da Ostfriesland auch für den guten Tee bekannt ist, genossen wir auf der Rückfahrt in Marienhafe eine ostfriesische Teezeremonie in der Störtebekerstube in altertümlicher, urgemütlicher Atmosphäre.

Der nächste Tag stand unter dem Motto: Borkum entdecken! Auf der größten der ostfriesischen Inseln hatten die Gäste Gelegenheit, den Tag ganz nach Belieben frei zu gestalten, sei es z.B. bei einer Kutschfahrt, einer Inselrundfahrt per Bus, oder auch einer Fahrradtour.

Natürlich konnte man auch zu Fuß sehr viele Eindrücke sammeln und wurde auf Schritt und Tritt daran erinnert, dass diese Insel früher eng mit dem Walfang verbunden war. Sei es durch die Inschriften an und in den Kirchen, auf den Grabsteinen oder auch den faszinierenden Walknochen und Walkiefern, die teils zu kunstvollen Zäunen aufgebaut sind.

Auch ein Spaziergang zum Strand und entlang der breiten Promenade bis zu den Dünen durfte bei diesem Aufenthalt nicht fehlen.

Die nächste Insel, die wir besuchten, war Langeoog. Diese Insel trägt auch den Beinamen „die schöne Wilde“.

Vom Fähranleger aus fuhren wir zunächst mit der bunten Inselbahn in den Ort, um dort in Pferdekutschen umzusteigen und auf diese Art die Insel zu erleben. Was den Aufenthalt hier besonders angenehm machte war, dass es eine autofreie Insel ist, bzw. die wenigen Fahrzeuge die unverzichtbar sind, fahren mit leisen Elektromotoren.

Dass gerade auf dieser Insel das Wetter sehr schnell wechselt, konnten wir selbst erleben. War es am Vormittag noch recht kühl, so wurde es ab der Mittagszeit sehr warm, sodass es sich geradezu anbot, einige Stunden im Strandkorb zu verbringen, mit Blick auf das Wattenmeer und den weißen, 14 km langen Sandstrand.

Vom Wasserturm aus hatte man einen tollen Blick über den malerischen Ort bis hin zum Lale-Andersen-Haus, dem Sonnenhof, den die berühmte Sängerin bis 1972 bewohnte.

Vor dem nächsten Tag hatte manch einer der Gäste einige Bedenken, allerdings – wie sich herausstellte – völlig unbegründet. Denn das Meer war bei unserer Überfahrt nach Helgoland absolut ruhig, wodurch wir diese zweieinhalbstündige Fahrt bei herrlichem Sonnenschein unbeschwert genießen konnten.

Während der Inselführung vom Unterland zum Oberland und bis hin zur Langen Anna sahen wir auch Helgolands „Charaktervögel“, die Trottellummen. Knapp 2500 Brutpaare stehen hier jedes Frühjahr dicht gedrängt auf den Vorsprüngen und schmalen Felsbändern des roten Felsens, um zu Brüten.

Auch die Rückfahrt verlief sehr angenehm, wodurch wir gut erholt unser Hotel erreichten, wo wir – wie schon gewohnt – wieder mit einem tollen Abendessen verwöhnt wurden.

Vier ganz unterschiedliche Nordseeinseln lernten wir bei dieser Reise kennen und es ist anzunehmen, dass jeder seine Lieblingsinsel gefunden hat, die am besten zu ihm passt.

Ingrid Reips