Reisebericht Côte d’Azur

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Kunst, Kultur und südländischer Lebensstil

Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die zauberhaften Orte an der Côte d’Azur. Davon wollten sich 15 Leserinnen und Leser der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung selbst ein Bild machen.

So starteten wir mit einer Stadtführung durch Nizza, der unbestrittenen Hauptstadt der Côte d’Azur. Die sanft geschwungene Promenade des Anglais mit den schönen Palästen der Belle Epoque, eine Altstadt mit bunten Häusern, vielen Gassen und Plätzen verleihen der Stadt einen unwiderstehlichen Charme.

Am nächsten Tag lernten wir die schönsten Punkte von Cannes, der Heimat der Goldenen Palme, kennen. Neben der Palmenpromenade La Croisette, dem Yachthafen, dem Altstadtviertel Le Suquet, das Festspielhaus, in dem jährlich die Filmfestspiele stattfinden, gibt der Aussichtspunkt Mont Chebalier einen unvergesslichen Blick auf die Stadt. Nachmittags besuchten wir die Insel Sainte-Marguerite. Das hinter den Festungsmauern des Fort Royal gelegene Museum de la Mer bietet uns mit ihrer Unterwasser- und Landarchäologie einen Einblick in die Geschichte der Insel. Natürlich darf ein Besuch der Gefängniszelle der „Eisernen Maske“ nicht fehlen. Bei schönem Wetter ging es nach wenigen Bootsminuten zurück nach Cannes.

Tags drauf fuhren wir nach Grasse, der Welthauptstadt des Parfums, und besuchten die Fabrik Fragonard, wo u. a. Chanel No 5 entwickelt wurde. Nach der Werksbesichtigung und dem Erschnuppern vieler verschiedener Düfte rundete der Besuch in dem Internationale Parfum-Museum den Parcour durch die Geschichte des Parfums ab. Nachmittags fuhren wir in die drittgrößte und eines der ältesten Städte der Côte d’Azur nach Antibes. Ein Spaziergang vom Yachthafen entlang der zum Teil erhaltenen Festungsmauern zur Altstadt führte uns vorbei an dem Grimaldi-Schloss, dem Picasso Museum, der Kathedrale, blumengeschmückten Häusern und vielen Märkten.

Mit dem Zug ging es in das Fürstentum Monaco. Im Stadtteil Monte Carlo fanden die Vorbereitungen für den kommende Formel 1 Grand Prix statt. Ein Spaziergang zum Fürstenschloss der Grimaldis ließ uns an der Wachablösung teilnehmen. Vom Dom hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Mittelmeer sowie auf die Stadt und den Yachthafen. Sehr beeindruckend ist das Wahrzeichen von Monacco, das Grand Casino, sowie das Hotel de Paris. Mit dem Zug entlang der Küste ging es wieder zurück nach Cannes.

Am nächsten Tag führte uns eine Busfahrt durch die typische Landschaft der Côte d’Azur nach St. Tropez. Der ehemalige Fischerort zeichnet sich durch seine harmonische Architektur und den langen Sandstränden aus. Viele Maler und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Paul Signac oder Roger Vadims verschlug es in den bis heute anhaltenden Treffpunkt für Künstler. Nicht zuletzt durch den Film „Und ewig lockt das Weib“ mit Brigitte Bardot entwickelte sich Saint-Tropez zum internationalen Jetset der Riviera. Ein Muss (mit viel Genuss) ist die süße Spezialität tarte tropezienne.

Bevor es mit dem Bus wieder nach Cannes zurückging, besuchten wir Port Grimaud. Vom Architekten François Spoerry gegründete, seit den 1960er Jahren bestehende südfranzösische Tourismussiedlung, mit dem Charakter einer postmodernen Planstadt. Vorbild der Anlage diente Venedig mit seinen Kanälen, Brücken und Fußgängergässchen. Die einzelnen Häuser sind mit Bootsanlegeplätzen für die Privatjachten der Besitzer ausgestattet.

Eine wunderschöne Reise mit vielen Eindrücken der südfranzösischen Küste ist damit beendet.

 Claudia Paustian

16.04. - 21.04.2015

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