Reisebericht Andalusien -

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Glanzlicht am Mittelmeer

Tapas und Orangenblütenduft
Fröhlich checkten 33 reiselustige Kieler nach Málaga ein. Wie enttäuscht waren wir, als wir in Málaga landeten, Regen und Sturm und kühle 12 Grad uns empfingen. Kieler Wetter!

14.03. - 21.03.2017

Reisebericht

Schon am nächsten Tag war der Spuk vorbei. Die Besichtigung des britischen Überseegebietes Gibraltar fand schon bei Sonnenschein aber noch kräftigem Sturm statt. Wir besuchten den berühmten Affenfelsen und
Weiter ging es dann nach Cádiz an die Atlantikküste. Cádiz, die älteste Stadt Europas empfing uns frühlingswarm und wir genossen Sonne und Meer und auch schon mal einen Café‘ con Leche auf der Plaza de las Flores.
Nächste Station unserer Reise war Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens! Sevilla, gilt als eine der schönsten Städte Europas. Die architektonischen Einflüsse der Mauren prägen den Stadtkern. Blühende Orangenbäume verströmten einen betörenden Duft! Die Kathedrale Santa Maria de la Sede ist die drittgrößte Kirche der Welt und wurde an der Stelle der maurischen Großen Moschee errichtet. Das Minarett und der Innenhof wurden in den gotischen Neubau integriert. Das auffälligste Element der Kathedrale ist der Glockenturm die Giralda, das Wahrzeichen Sevillas. Wir besichtigten den Alcázar von Sevilla, der ursprünglich den maurischen Sultanen als Wohnsitz galt und noch heute von der spanischen Königsfamilie als offizielle Residenz genutzt wird. Der wunderschöne Garten und die filigranen Ornamente des Alcázar muteten wie Geschichten aus 1001 Nacht an.
Auch der spanische Platz – Plaza de España-, angelegt 1929 für die Iberoamerikanische Ausstellung, durfte nicht fehlen. Abgeschlossen von einem halbrunden prächtigen Bau mit 200 m Durchmesser dessen Außenwände farbenprächtige Kachelbilder aus der spanischen Geschichte zieren.
Weiter führte uns die Reise nach Cordoba, das seit 1984 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Die Mezquita Kathedrale war vor 1236 eine Moschee und gehört heute zu den größten Sakralbauten der Erde. Wir bummelten am Guadalquivir und genossen Tapas oder aber auch Auberginen mit Honig!
Weiter ging die Reise an die Costa del Sol nach Torremolinos. Hier, nur wenige Kilometer von Málaga und Marbella entfernt war unser Standortquartier für die nächsten Ausflüge.
Der erste Ausflug führte uns nach Granada. Sie ist eine der bekanntesten Hochburgen der andalusisch maurischen Architektur. Zunächst besichtigten wir den Generalife, errichtet im 13. Jahrhundert, diente er als Sommerpalast der maurischen Herrscher und ist gleichzeitig die älteste erhaltene maurische Gartenanalage. Von hier hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die Alhambra und die schneebedecken Berge der Sierra Nevada. Die Alhambra ist eine maurische Festungsanlage über Granada. Besonders beeindruckten uns die Wasserbecken und der Löwenhof mit dem Löwenbrunnen. Die unterschiedlichen Gärten mit Ihren Wasserspielen sind außergewöhnliche Zeugen einer mit den Mauren untergegangenen Architektur.
Nächstes Ziel unserer Andalusienreise war das romantische Ronda, das schon Rilke und Hemingway begeisterte. Unter den weißen Dörfern Andalusiens ist Ronda eine der größten Gemeinden. Die Stadt liegt auf einem Felsplateau, dessen Wände bis zu 165 m steil abfallen. Die berühmte Ponte Nuevo verbindet die beiden durch eine tiefe Schlucht getrennten Stadtteile. Heute ist die Brücke die Hauptattraktion und Wahrzeichen der Stadt.
Ein ganz besonderes Erlebnis war der Ausflug in das Hinterland von Málaga. Wir besuchten eine Olivenöl – Mühle und dann erlebten wir weit abseits vom Tourismus eine ganz besondere Fiesta. Wir wurden eingeladen zu einemMittagessen in typischen andalusischen Häusern und Familien.
Wir genossen typische Gerichte, wie Kichererbsensuppe, Salat mit Olivenöl, Kartoffeln und Schmorbraten, frische Orangen, Cafe mit typische Gebäck und und und.
Dies war ein Kontrastprogramm zu all den touristischen Hochburgen, die wir in den vergangenen Tagen zu sehen bekommen haben. Die grandiose Landschaft mit den alten Olivenbäumen und Mandelbäumen um Alfarnatejo und die grandiosen Berge am Rande der Sierra Nevada begeisterten uns besonders.
Dann hieß es Abschied nehmen von Andalusien. Eine Woche voller neuer Eindrücke, Erinnerungen an weiße Dörfer, helle Strände, großartige Baudenkmäler und freundliche Menschen nehmen wir in unserem Reisegepäck mit nach Hause. Ach so –und die spanische Sonne haben wir auch mitgebracht.

 

Christel Friedrichs